When autocomplete results are available use up and down arrows to review and enter to select. Touch device users, explore by touch or with swipe gestures.
Creatorin Christlclear im Interview

„Ich lebe meinen Followern Selbstliebe vor"

Im Juli und August feiern wir die Themen Body Neutrality und Selbstliebe. Wir stellen unter anderem Frauen vor, die uns zu diesen Themen inspirieren. Im Rahmen des International Women's Day hatte uns Creatorin ChristlClear im Interview erklärt, warum dieses Thema für sie so wichtig ist und wie sie Selbstliebe anderen Frauen beibringt.

Wann und warum bist du Creator geworden?

Ich bin vor 7 Jahren Creator geworden und habe das anfangs neben meinem Job als Redakteurin gemacht. In allererster Linie, weil ich einiges an Interviews und Stories hatte, die nicht in den jeweiligen Magazinen Platz hatten. Und dann habe ich gemerkt, wie wenig divers die Influencer-Landschaft in Österreich ist. Dass vieles sehr ähnlich aussieht und auch vieles nicht so authentisch und daher nichts mit dem „echten Leben“ zu tun hat. Dieser Content war für mich persönlich nicht interessant, also habe ich beschlossen, mein eigenes Ding zu machen und Dinge anzusprechen, die viele Influencer & Content Creator nicht wirklich am Radar haben, weil sie nicht „betroffen“ sind. Also Themen wie Rassismus, Bodyimage, etc… Mittlerweile mache ich den Job hauptberuflich.

Welche Themen sind dir als Creator besonders wichtig?

Mir sind die „leichten“ Themen wie Mode, Beauty, Food und Interior genauso wichtig wie sozialkritische Themen wie Rassismus, Feminismus oder fehlende Diversität. Die Mischung macht’s, für mich zumindest.

Wie wichtig ist dir das Thema Selbstliebe?

Mir ist Selbstliebe extrem wichtig. Ich find mich selbst toll, aber auch weil ich mir dessen bewusst bin, dass „toll“ nicht perfekt ist. Eine Sache an die wir Frauen uns immer wieder erinnern müssen, weil wir in einer Welt leben, die auf dem Patriarchat basiert und das ist ja bekanntlich nicht auf der Seite der Frauen und macht es uns auch dementsprechend schwer, uns zu lieben. Für Woman of Color ist es noch ein Stück weit anstrengender, weil die sich in Sachen Selbstliebe nicht nur mit den oben genannten Themen auseinandersetzen müssen, sondern sich auch mit heteronormativen weißen Schönheitsidealen herumplagen müssen. Sie werden für ihr Aussehen und ihre Kultur kritisiert, während weiße Menschen sich eben diese aneignen, „trendy“ machen und dann aber nicht einmal wertschätzen von wem sie sich „inspirieren“ haben lassen. Ich denke da zum Beispiel an Nailart, volle Lippen, Kurven, Kreolen-Ohrringe, Braids, Sneaker-Kultur oder Twerken oder „On fleek“. Sich unter diesen Umständen selbst zu lieben ist ein Kraftakt, der aber mit Hilfe einer Community zu bewältigen ist. Dass man sich aber als WOC kaum repräsentiert fühlt, weil es an Diversität mangelt oder man Begriffe wie „Afro“ oder „Black Hair“ oder einfach „Black“ bei der Sucheingabe eingeben muss, macht die Sache natürlich auch nicht leichter.

Was machst du als Creator, um andere Frauen zu inspirieren, sich selbst besser zu akzeptieren und zu lieben?

Ganz einfach: Ich lebe es ihnen vor. That's it. That's the magic!